Unser Ort/Chronik

Geschichte des Magdalensbergs

Der Magdalensberg zählt zu den bedeutendsten historischen Orten Kärntens und blickt auf eine außergewöhnlich lange und vielschichtige Vergangenheit zurück. Bereits in der vorrömischen Zeit war der Berg ein zentraler Siedlungs- und Kultplatz der Kelten, genauer des norischen Stammes. Durch seine strategisch günstige Lage entwickelte sich der Magdalensberg zu einem wichtigen religiösen, politischen und wirtschaftlichen Zentrum.

Mit dem Vordringen der Römer im 1. Jahrhundert v. Chr. erlebte der Magdalensberg seine größte Blüte. Die Römer errichteten auf dem Berg eine weitläufige Handels- und Verwaltungssiedlung, die als frühes urbanes Zentrum des römischen Noricums gilt. Hier wurden Waren aus dem Alpenraum und dem Mittelmeerraum gehandelt, darunter Eisen, Schmuck und Luxusgüter. Bedeutende archäologische Funde – wie Tempelanlagen, Wohnhäuser, Inschriften und Statuen – zeugen noch heute von dieser Zeit.

Im 1. Jahrhundert n. Chr. verlagerte sich das römische Zentrum zunehmend in die Ebene, insbesondere nach Virunum, wodurch die Bedeutung des Magdalensbergs langsam abnahm. Der Berg blieb jedoch weiterhin ein Ort religiöser und kultureller Erinnerung.

Im Mittelalter wurde der Magdalensberg erneut genutzt, vor allem als kirchlicher Standort. Die dem Berg seinen Namen gebende Magdalenenkirche geht auf diese Zeit zurück und prägt bis heute das Landschaftsbild.

Heute ist der Magdalensberg ein archäologisches und kulturelles Wahrzeichen Kärntens. Die Ausgrabungsstätten, das Museum und der Aussichtspunkt machen ihn zu einem wichtigen Ort der Geschichtsvermittlung und zu einem beliebten Ausflugsziel.


Gemeindegliederung:

  • Gemeindefläche:  42,9 km2
  • Seehöhe:  420 bis 1.059 m
  • Haushalte: 1.570 
  • Einwohner: 4.115 - davon 399 Nebenwohnsitze (Stand 01.01.2024)

Die Gemeinde ist in die folgenden 13 Katastralgemeinden gegliedert: 
Freudenberg, Gammersdorf, Lassendorf, Ottmanach, Portendorf, Reigersdorf,  Schurianhof, St. Thomas, Timenitz, Vellach, Wutschein, Zeiselberg, Zinsdorf 

Zur Marktgemeinde Magdalensberg gehören folgende 40 Ortschaften:

Christofberg, Deinsdorf, Dürnfeld, Eibelhof, Eixendorf, Farchern, Freudenberg, Gammersdorf, Geiersdorf, Göriach, Gottesbichl, Großgörtschach, Gundersdorf, Haag, Hollern, Kleingörtschach, Kreuzbichl, Kronabeth, Lassendorf, Latschach, Leibnitz, Magdalensberg, Matzendorf, Ottmanach, Pirk, Pischeldorf, Portendorf, Reigersdorf, St. Lorenzen, St. Martin, St. Thomas, Stuttern, Schöpfendorf, Sillebrücke, Timenitz, Treffelsdorf, Vellach, Wutschein, Zeiselberg, Zinsdorf.
 
Nachbargemeinden: St. Veit/Glan, St. Georgen/Längsee, Brückl, Maria Saal, Poggersdorf, Klagenfurt



Neuauflage der Gemeindechronik Gemeinde Chronik

Natur - Geschichte Gegenwart - Gemeindechronik von Wilhelm Wadl

Die Geschichte einer Landgemeinde, auf deren Boden einst die erste "Hauptstadt" Österreichs lag. 

Vielen in Kärnten und in Österreich ist der Magdalensberg oder der Jüngling vom Magdalensberg ein Begriff. Manchen die gleichnamige Gemeinde. Wenn Sie mehr über die Geschichte unserer wunderschönen Gemeinde wissen wollen, hier erfahren Sie es. 

Die Gemeindechronik ist um € 59,- am Gemeindeamt Magdalensberg und im Heyn Verlag erhältlich.


Persönlichkeiten


Dr. Karl Schnabl 

Dr. Karl Schnabl ist Arzt und ehemaliger Spitzensportler aus Österreich. Internationale Bekanntheit erlangte er als Skispringer in den 1970er-Jahren, bevor er nach seiner aktiven Sportkarriere eine erfolgreiche Laufbahn in der Medizin einschlug.

Sein größter sportlicher Erfolg war der Gewinn der Goldmedaille im Skispringen bei den Olympischen Winterspielen 1976 in Innsbruck. Darüber hinaus gewann er bei denselben Spielen eine Bronzemedaille und gehörte zu den erfolgreichsten Skispringern seiner Zeit.

Nach dem Ende seiner sportlichen Karriere studierte Karl Schnabl Medizin an der Universität Innsbruck und promovierte 1984. Anschließend spezialisierte er sich auf Sportmedizin und arbeitete sowohl als praktizierender Arzt als auch als medizinischer Betreuer im Spitzensport.

Über viele Jahre leitete er das Institut für Sportmedizin des Landes Kärnten und engagierte sich intensiv für die medizinische Betreuung von Athletinnen und Athleten sowie für die Förderung von Gesundheit und Leistungsfähigkeit im Sport.

Mit seiner einzigartigen Kombination aus Erfahrung als Olympiasieger und medizinischem Experten verbindet Dr. Karl Schnabl sportliche Spitzenleistung mit fundiertem medizinischem Wissen. Seine Arbeit steht für Kompetenz, Erfahrung und eine ganzheitliche Betreuung von Patientinnen und Patienten.

Website:  https://www.karlschnabl.at/



Udo Jürgen Bockelmann (Udo Jürgens)

Die Marktgemeinde Magdalensberg ist eng mit einem der größten deutschsprachigen Entertainer verbunden: Udo Jürgens. Der international erfolgreiche Sänger, Komponist und Pianist verbrachte viele Jahre in dieser Region und fühlte sich Kärnten stets besonders verbunden.

Mit Liedern wie „Merci, Chérie“, „Ich war noch niemals in New York“ oder „Griechischer Wein“ prägte Udo Jürgens über Jahrzehnte die deutschsprachige Musiklandschaft. Sein Sieg beim Eurovision Song Contest 1966 brachte ihm weltweite Bekanntheit und machte ihn zu einem der erfolgreichsten österreichischen Künstler aller Zeiten.

Auch in der Gemeinde Magdalensberg hinterließ Udo Jürgens seine Spuren. Die idyllische Landschaft Kärntens, die Ruhe der Region und die Nähe zu den Menschen machten diesen Ort für ihn zu einem besonderen Rückzugsort. Hier fand er Inspiration, Kraft und Verbundenheit zur Heimat.

Bis heute erinnert man sich in Magdalensberg mit großem Respekt und Stolz an den Künstler, der mit seiner Musik Generationen von Menschen berührte. Sein musikalisches Erbe lebt weiter – in seinen Liedern, seinen Texten und in der Erinnerung an einen außergewöhnlichen Musiker mit Kärntner Wurzeln.

Website:  https://www.udojuergens.de/

Manfred Bockelmann

Der in Österreich geborene Maler und Grafiker zählt zu den bedeutenden zeitgenössischen Künstlern des Landes und hat sich insbesondere mit eindrucksvollen Porträts und großformatigen Zeichnungen einen Namen gemacht ebenso ist er der Bruder von Udo Jürgens (Udo Jürgen Bockelmann).

Nach seiner Ausbildung und ersten künstlerischen Arbeiten in Österreich lebte und arbeitete Manfred Bockelmann viele Jahre in Deutschland. Seine Werke wurden in zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland präsentiert und finden sich in öffentlichen sowie privaten Sammlungen.

Besondere Aufmerksamkeit erhielt sein international beachtetes Kunstprojekt „Zeichnen gegen das Vergessen“. In dieser Serie schuf Bockelmann großformatige Kohleporträts von Kindern und Jugendlichen, die Opfer des Nationalsozialismus wurden. Die eindringlichen Arbeiten erinnern an ihre Geschichten und setzen ein starkes Zeichen gegen das Vergessen.

Mit seinem künstlerischen Engagement leistet Manfred Bockelmann einen wichtigen Beitrag zur Erinnerungskultur und zum gesellschaftlichen Dialog über Geschichte, Verantwortung und Menschlichkeit. Seine Verbindung zur Region unterstreicht die kulturelle Bedeutung der Marktgemeinde Magdalensberg, die stolz auf Persönlichkeiten ist, die Kunst, Kultur und gesellschaftliches Bewusstsein prägen.

Website:  https://manfred-bockelmann.de/